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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Geographisches Institut

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Was Du bei uns lernst

Kritische Logistik in Zeiten von COVID-19 Einklappen

Bachelor Geographie

Seit März 2020 hat sich das Bild der Logistik in der Öffentlichkeit verändert. Begriffe wie „Logistikhelden“ oder „Helden der Lieferkette“ verdeutlichen die kritische, systemrelevante Rolle von Logistiker:innen für global vernetzte Gesellschaften. Ziel des Seminars ist es, „Kritische Logistik“ in den Blick zu nehmen. Im Hauptseminar liegt der Fokus auf der Erarbeitung eines Verständnisses der historischen Entwicklung der Logistik und den räumlichen, ökonomischen und (geo-)politischen Parametern, die sie in Bewegung gesetzt hat. Dies geschieht in Auseinandersetzung mit historischen Quellen und der Lektüre zentraler Beiträge der kritisch-geographischen Logistikdebatte. In der Übung zum Hauptseminar arbeiten Projektgruppen zu verschiedenen COVID-19 bezogenen Themen (etwa Arbeitsbedingungen bei Amazon, Analyse der Lieferketten von Schutzmasken, Supply Chain Risk Management in der Automobilindustrie). Die Studierenden arbeiten mit verschiedenen quantitativen und qualitativen Methoden (insbesondere Expert:inneninterviews) und stellen ihre Ergebnisse mithilfe einer Storymap vor.

Leitung: Julian Stenmanns

Geländeübung "Subkulturelle Aneignungsprozesse des städtischen Nachtlebens"Einklappen

Geländeübung Bachelor Geographie

Das übergeordnete Ziel des Kurses ist es, im Laufe der Veranstaltung eigene kleine Forschungsprojekte (einzeln oder in Kleingruppen) zu dem vorgegebenen Themenbereich (2018: städtisches Nachtleben) zu entwickeln. Forschungsprojekte 2018 waren bspw.: nächtliche Treffpunkte von Rasern, Tunern und Flanierfahrern; Hotspots der Innenstadt bei Tag und bei Nacht; Graffitis und Sticker als Kommunikationsmittel und Spuren nächtlicher Aktivität. Die beiden Geländetage werden anschließend von den Forschungsgruppen genutzt, um bereits erste empirische Daten im Feld (Innenstadt Bayreuth) zu erheben. Hierbei gilt das Motto "each one teach one": Jede Forschungsgruppe nimmt mit ihrem jeweiligen Teilprojekt während der beiden Forschungstage ein bis zwei Stunden das Zepter in die Hand und spannt währenddessen den Rest der TeilnehmerInnen zum Zwecke der Erhebung (bspw. durch Leitfadeninterviews mit NachtschwärmerInnen, NachtarbeiterInnen, PolizistInnen, AnwohnerInnen von Kneipen etc, informelle Gespräche bspw. in und vor Bars, subalterne Kartographierungen der Innenstadt bei Nacht durch verschiedene Gruppen von Jugendlichen, SkaterInnen, Graffiti SprüherInnen etc., Erheben von Mental Maps von ClubbesucherInnen, Beobachtungen des Nachtlebens an Orten wie Tankstellen, Diskotheken, Parks etc.) ein.

Leitung: Christoph Schemann

Tourismus- und Regionalentwicklung im MittelrheintalEinklappen

Exkursion Humangeographie

Heute kann das Mittelrheintal besonders im Bereich Tourismus von seinem geschichtlichen Hintergrund profitieren. Um dieser Fokussierung auf den Tourismus gerecht zu werden, wurden neue Fahrrad- und Wanderwege angelegt. Eine Vielzahl von Hotels, Gastronomiebetrieben und Campingplätzen werben um die ankommenden Touristen. Auf der anderen Seite zählt das Mittelrheintal heute zu den strukturschwachen Regionen. Außerdem führt die beidseitige Trassierung der Eisenbahnstrecken zu einer erheblichen Lärmbelastung im Tal. Seit längerem gibt es Vorschläge die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern. Eine Möglichkeit stellt dabei eine feste Rheinquerung zwischen den Städten St. Goar und St. Goarshausen dar. Die aktuell existierenden Brücken sind über 100 km voneinander entfernt. In einer durch Studierende vorbereiteten, durchgeführten und evaluierten Untersuchung wurden Potentiale und Probleme der Tourismus- und Regionalentwicklung insbesondere vor dem Hintergrund eines möglichen Brückenbaus betrachtet. Dies fand in Zusammenarbeit mit diversen kommunalen Förderorganisationen und den Kommunalen Planungsämtern (z.B. Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung der Stadt Koblenz) statt.

Leitung: Beate Lohnert

Wandern versus Mountainbike in der Fränkischen Schweiz: Geographische Konfliktforschung vor der HaustüreEinklappen

Studienprojekt Master Humangeographie

Auch in der Fränkischen Schweiz nehmen nicht zuletzt durch den E-Bike-Boom Streitigkeiten zwischen Freizeitsportler_innen zu. In dem von Martin Doevenspeck in Zusammenarbeit mit Michael Breitenfelder vom Wirtschaftsband A9 Fränkische Schweiz, einem Zusammenschluss zur interkommunalen Zusammenarbeit im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung, 2019 und 2020 durchgeführten Studienprojekt „Mountainbiken versus Wandern: Konflikte in der Fränkischen Schweiz“ haben Studierende im Sinne einer konsensorientierten Regionalentwicklung in Abstimmung mit relevanten Akteursgruppen Möglichkeiten der Konfliktvermeidung durch das neue Lenkungskonzept "Bikeschaukel Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst“ erforscht. 

Leitung: Martin Doevenspeck und Michael Breitenfelder

Wirtschaftsgeographien des Anthropozäns: Die Donut-Ökonomie in Theorie und PraxisEinklappen

Master Humangeographie

Das Anthropozän mit seinen vielfältigen ökologischen und sozialen Herausforderungen erfordert einen radikalen Bruch mit etablierten ökonomischen Denkweisen, Werthaltungen, Zielvorstellungen, Kennziffern, Repräsentationspraktiken, Organisationsformen, Beziehungen und Praktiken. In ihrem Beststeller „Die Donut-Ökonomie: Endlich ein Wirtschaftsmodell, das den Planeten nicht zerstört“ (2018) geht die britische Ökonomin Kate Raworth diesen Fragen nach und stellt mächtige visuelle und narrative Werkzeuge parat, um zu einer Ökonomie zu gelangen, die im Einklang mit den ökologischen Grenzen des Planeten ist, gleichzeitig aber die gerechte und breitenwirksame Befriedigung (potentiell wandelbarer) menschlicher Bedürfnisse sicherstellt. Im Seminar werden wir dieses Buch gemeinsam lesen und kritisch an einem Bestseller der Wirtschaftsgeographie – „Take Back the Economy: An Ethical Guide for Transforming Our Communities“ (J.K. Gibson-Graham, Jenny Cartoons, Stephen Healy, 2013) – spiegeln. In der dazugehörigen Übung werden wir ein Projekt aus dem WS 2019-2020 fortsetzen: Einen kritischen Atlas zur Ernährung und Landwirtschaft in Raum Bayreuth („Donut-Landwirtschaft“). Ihre Aufgabe ist es, den aktuellen Zustand der Landwirtschaft in Stadt und Kreis Bayreuth durch die Brille des Donuts zu beleuchten und ein entsprechendes Kapitel im Atlas zu verfassen. Sie sollen dazu auch Veranstaltungen mit Praktiker*innen organisieren.

Leitung: Stefan Ouma

Donut

Science School La PalmaEinklappen

Internationale School zu Biogeographischer Forschung

Internationale School zu Biogeographischer Forschung  (Unterrichtssprache englisch) unter Beteiligung externer Kollegen (Beierkuhnlein, Jentsch, Vetaas, Chiarucci, Field)  und Studierenden aus verschiedenen Ländern.    Simuliert und geübt wird der gesamte Prozess biogeographischer Forschung von der Entwicklung tragfähiger und innovativer Forschungshypothesen, der Konzeption diesbezüglich angemessener und realisierbarer Feldforschung, der Durchführung von Datenerhebung in unbekanntem Gelände, der Auswertung der gewonnenen Daten mit anspruchsvollen Methoden, und der Kondensierung der Befunde in ein Manuskript nach den Vorgaben internationler Journale mit hohem IF. Vorbereitungsphase im Wintersemester zur Generierung von Forschungshypothesen in Kleingruppen (3) mit mehrfachen Sitzungen (ca 4 x 1 Stunde) und schriftlicher Ausarbeitung gefolgt von einem methodischen Konzept und Sampling Design.                                                                                            Geländephase auf La Palma im folgenden Sommersemester mit eintägiger Einführungsexkursion und 10 Tagen Geländearbeit in Kleingruppen zur Datenerfassung. Abendliche Sitzungen mit erfahrenen Editors-in-Chief internationaler Journals zum wissenschaftlichen Schreiben und den formellen Abläufen des Publikationsprozesses. Nachbereitung mit Datenauswertung, Erstellen von Grafiken, und Anfertigung eines Manuskripts für ein ausgewähltes Zieljournal. Abgabe des Manuskripts an die Dozenten zu einer Deadline und Review durch mehrere Gutachter. 

Leitung: Carl Beierkuhnlein und weitere

Research training NamibiaEinklappen

Master Environmental Geography

In der Lehrveranstaltung „Research training“ beschäftigen sich die Studierenden mit angewandten Forschungsfragen der Arbeitsgruppen in deren Zielregionen. Im Jahr 2018 wurden in der nordnamibianischen Conservancy Sangwali, einem Naturschutzprojekt der lokalen Bevölkerung, Mensch-Wild-Konflikte mit Fernerkundungsansätzen, Wildkameras und anderen Methoden untersucht. Dabei konnten faszinierende Muster gleichzeitiger Nutzung durch Wildtiere und Weidetiere in kurzer Abfolge beobachtet werden und auch die Auswirkung verschiedener Nutzungsintensitäten auf die Trockenwaldökosysteme.

Leitung: Cyrus Samimi

Research Training TadschikistanEinklappen

Master Environmental Geography

In der Lehrveranstaltung „Research training“ beschäftigen sich die Studierenden mit angewandten Forschungsfragen der Arbeitsgruppen in deren Zielregionen. Zum Teil wird die Lehrveranstaltung auch mit der großen Geländeübung oder einer Exkursion verbunden. Ort der Veranstaltung war die Hochgebirgsregion des Pamir in Tadschikistan. Die Höhenlage und Aridität lässt nur mobile extensive Weidewirtschaft mit Yaks, Ziegen und Schafen zu, wobei Übernutzung und Nachhaltigkeitsfragen wichtige Forschungsthemen darstellen. Daher wurden Vegetationsflächen eines früheren Forschungsprojektes neu untersucht, um Langzeitveränderungen zu quantifizieren. Zusätzlich wurden mikroklimatische Analysen auch mit einer Thermalkamera durchgeführt, um Vegetations- mit Klimamustern zu verbinden. Praktische Untersuchungen zu dringenden lokalen Nachhaltigkeitsfragen in einer spannenden Region machten den besonderen Reiz dieser Lehrveranstaltung aus.

Leitung: Cyrus Samimi

Tadschikistan1


Verantwortlich für die Redaktion: Thea Josefine Fechner

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